
Kommunikation im Unternehmen - Bottom-Up Tools und die bidirektionale Kommunikation
Bottom-Up-Kommunikation für den Informationsfluss in Unternehmen
Jetzt ein letztes Mal tief abtauchen zum Fokusthema „Kommunikation in Unternehmen“. Im Blogartikel Nr. 2 stand vor allem die Top-Down-Kommunikation im Mittelpunkt: Welche Arten gibt es und mit welchen Werkzeugen oder Strategien können Sie Ihre Botschaften aus der Führungsebene an die Belegschaft übermitteln? Spannend, aber genauso wichtig: die Bottom-Up-Kommunikation. In dem dritten Beitrag schauen wir uns an, wie aus der Belegschaft eine Botschaft zur Führungsebene befördert werden kann. Heute haben Mitarbeitende – vor allem in Zeiten von hybridem Arbeiten und der „Great Resignation“ – große Bedürfnisse, gehört und mit einbezogen zu werden. Was Sie hier wissen sollten und welche Tools für eine bidirektionale Kommunikation in Frage kommen, klären wir nachfolgend!
Was Sie jetzt erwartet:
- Was Bottom-Up-Kommunikation bedeutet
- Wie man Bottom-Up-Kommunikation in den verschiedensten Kategorien sicherstellen kann
- Welche Tools sich dafür eignen
- Wie eine bidirektionale Kommunikation aussehen sollte
Was bedeutet Bottom-Up-Kommunikation
Bottom-Up-Kommunikation ist die Kommunikation, die von unten nach oben verläuft – von der Belegschaft zur Führungsebene. Die Wege für eine erfolgreiche Bottom-Up-Kommunikation zu schaffen, ist eine Mammutaufgabe. Vor allem bei mehrtägig hybridem Arbeiten und gegebenenfalls weltweit verstreutem Mitarbeiterstamm. Gallup hat zahlreiche Studien gemacht, die unter anderem belegen, dass nur 33 % der amerikanischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen voll und ganz hinter ihrer Arbeit stehen – auch „Engagement“ genannt. Bei diesen Themen, gerade in Zeiten der „großen Kündigungswelle“, müssen die Bedürfnisse der Mitarbeitenden ernster genommen werden. Dafür müssen die Wege zur Führungsebene möglichst kürz und rücksichtsvoll gepflastert sein.
Bottom-Up-Kommunikation darf nicht in eine „ich kann ja eh nichts verändern“-Mentalität bei den Mitarbeitenden enden, sondern muss in einer ehrlichen Wertschätzung der Anliegen und Ideen der Mitarbeitenden gipfeln, um diese in engagierte und langjährige Mitarbeitende zu verwandeln.
Was bedeutet bidirektionale Kommunikation?
Bidirektionale Kommunikation ist die Kombination der Bottom-Up und Top-Down-Kommunikation, die wir bereits im letzten Blogartikel erklärt haben.
Diese 4 Bereiche sind in Sachen Bottom-Up-Kommunikation der Knackpunkt
Damit Sie eine genauere Idee davon bekommen, in welchem Rahmen sich die Bottom-Up-Kommunikation in Unternehmen bewegt, haben wir vier verschiedene Kategorien herausgesucht und ausgearbeitet:
1. Innovation
Nichts ist schlimmer als das stiefmütterliche Verhalten gegenüber den eigenen Ideen und Vorschlägen. Aus diesem Grund ist ein Innovationsmanagement im Unternehmen so wichtig – nicht nur, um die Mitarbeitenden mit einem geringeren Aufwand zu kreieren, sondern auch, um die Vorschläge der Mitarbeitenden im Unternehmen lebendig zu halten.
Erst durch das Verlangen und das Lechzen nach neuen Ideen und alternativen Methoden bringen die Mitarbeitenden ihre Vorschläge mit voller Begeisterung und das mit echter Wertschätzung. Im besten Fall verteilen Sie verschiedene Innovationsbuttons im Unternehmen, beispielsweise „Pünktlichkeit“, „Hilfsbereitschaft“, „Engagement“, „Engelsgeduld“ oder „Service“, die andere Mitarbeitende — und nicht nur die Führungsebene — untereinander verteilen können.
2. Feedback
Studien beweisen, dass Mitarbeitende, die einen Vorschlag zur Verbesserung der Strukturen oder der Arbeitsweise innerhalb des Unternehmens geräuschlos in den Wind geschossen sehen, sich im Anschluss zu 87 % weniger mitteilen wollen. Anders ausgedrückt: Sie schweigen lieber. Aus diesem Grund ist es absolut wichtig, sich in einem Feedbackgespräch von einem Mitarbeitenden oder einer Mitarbeiterin abzuholen, was die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter aktuell beschäftigt und welche Ideen er oder sie hat. Wichtig: Das Feedbackgespräch sollte auf Augenhöhe stattfinden.
3. Diskussionen
Es kann passieren, dass im Unternehmen ein Diskurs ausbricht – sei es um die Frage, ob ein Hund mit ins Büro gebracht werden kann oder darum, ob nicht 5 Minuten längere Pausen Marketingmenschen einfach so etwas mehr Erholung gestatten könnten. Diskutiert wird immer und überall. Aus diesem Grund sollten Sie dafür Sorge tragen, dass entsprechende Diskussionen nicht nur in Pausenzeiten am Kaffeetresen ablaufen, sondern auch während der Arbeitszeit – in einem klar definierten Bereich. Tools dafür stellen wir Ihnen am Schluss vor.
4. Anonyme Äußerungen
Manchmal müssen Probleme angesprochen werden, ohne dass die Tatsache erwähnt werden muss, dass es ja Mitarbeiter A ist, der das Anliegen präsentiert – manchmal sind die Probleme auch zu sensibel, um sich öffentlich zu äußern. Aus diesem Grund ist es eine gute Möglichkeit für Mitarbeitende, sich anonym Gehör zu verschaffen.
Diese Tools eignen sich für eine zielführende Bottom-Up-Kommunikation
Folgende Tools können die Kommunikation, die zwischen Belegschaft und Führungsebene besteht, verbessern bzw. die Bottom-Up-Kommunikation überhaupt erst fördern:
1. Anonyme Tools wie Officevibe
Falls Sie das Mitarbeiterengagement und gegebenenfalls Probleme oder Beschwerden in der Belegschaft offen, aber dennoch anonym haben möchten, eignen sich Tools wie Officevibe. Da gibt es eine überschaubare und immer wechselnde Fragenanzahl mit verschiedenen Optionen, sodass Mitarbeitende — ohne Befangenheit — über gewisse Bereiche im Unternehmen Auskunft geben können.
2. Newsletter mit anonymer Antwortfunktion
Außerdem gibt es eine Newsletter-Funktion mit anonymer Antwortfunktion bei Officevibe.
3. Innovationsstellen und Innovations-Mitarbeitende
Sehr beliebt sind die Innovations-Stellen, die anstatt einer Person sind hier ganze Stellen mit dem Innovationswesen beschäftigt. Sie kommunizieren die Ideen der Mitarbeitenden weiter an die Führungsebene und gehen die Verfeinerungen mit der Belegschaft durch.
4. Feedbackgespräche & Vorgesetzten-Konferenzen
In Sachen „Feedback“ sind ganz klassische Feedbackgespräche mit den Vorgesetzten weiterhin essenziell, um Feedback und Anliegen der Mitarbeitenden zu erhalten.
5. Slack, Mattermost und Co.
Bei Diskussionen empfehlen sich Plattformen wie Slack, MS Teams oder Mattermost, in welchen ungezwungene Kanäle eingebaut sind. Achtung: ungezwungene Kanäle heißt nicht regellose Kanäle. Definieren Sie zum Beispiel keine Werbeflyer-Funktion und keine öffentlichen Werbe-Pinnwände Ihrer Mitarbeitenden, falls dies privat ist.
6. Eigenes Mitarbeiter-Soziales-Netzwerk
Eine andere Variante für Diskussionen oder einen offenen Austausch bietet eine eigene digitale Plattform für Mitarbeitende. Mitarbeitende können Diskussionen und Themen anregen, denen sie sich anschließen oder ausschließen können, und so gehört werden – nicht nur von der Führungsebene, sondern auch von den anderen Mitarbeitenden. Für ein gemeinsames Wir-Gefühl ist diese Variante optimal.
Bidirektionale Kommunikation: Top-Down trifft Bottom-Up
Eine Sache ist klar: Kommunikation in Unternehmen muss bidirektional sein. Das heißt, dass Top-Down- und Bottom-Up-Kommunikation kombiniert werden müssen, damit eine reibungslose, in beide Richtungen funktionierende Kommunikation im Unternehmen sichergestellt werden kann. Insgesamt ist Kommunikation immer ein zweiseitiger Vorgang und kann nur dann perfekt sein, wenn beide Seiten gleichermaßen gefordert und gefördert werden.
Mitarbeitende gehören in den Mittelpunkt
Ohne Mitarbeitende kann sich kein Unternehmen über Wasser halten. Vor allem im Wettstreit um Fachkräfte, der durch die Pandemie und das Aufflammen des hybriden Arbeitens entfacht wurde, ist es besonders wichtig, gute Mitarbeitende langfristig im Unternehmen zu halten. Bidirektionale Kommunikation gewinnt dabei immer mehr an Wichtigkeit. Heben Sie sich von Ihrer Konkurrenz ab, indem Sie schon heute eine hervorragende, multidirektionale Kommunikation einführen!